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Es muss einmal gesagt sein

Letzthin bin ich doch tatsächlich in einem Restaurant ein kleines
Teelein trinken gegangen. Nun setzte ich mich also in dieser Lokalität
an ein Tischchen (der Name der Lokalität bleibe hier aus Gründen die
mir auch nicht verständlich sind unerwähnt) und erwartete in stummer
Vorfreude meinen Tee. Nun, ich sitze also da und warte. Als man mir
die Tasse dann hinknallt, und ich verwende dieses umschreibende Wort
sehr bewusst, denn von einem sanften Hinstellen des Behältnisses kann
nicht die Rede sein, also als man mir die Tasse hinknallt, verdirbt
dies mir meine Laune schon ein wenig. Nun denn, der Tag war jung, das
Wetter zeigte sich auch von einer seiner besseren Seiten, was soll es
also. Ich befleissigste mich, diesen widrigen Umstand zu übersehen und
mir meine Laune nicht verderben zu lassen. Nun dann, einige wenige
Minuten später hob ich an, mir den Tee schlückchenweise zu Gemüte zu
führen...
Nun, ich sollte vielleicht dennoch kurz erwähnen, dass es die obige
Szene so nie gegeben hat. Sie ist meiner kleinen Fantasie entsprungen.
Somit ist sie also doch irgendwie existierend. Nun, als kleine
Wiedergutmachung aber nun eine kleine Story, welche ich mir nicht
einfach so aus dem Ärmel schüttle. Es ist dies ein wahres Epos. Wobei
der Begriff Epos wohl nicht unbedingt zutreffen mag. Der Leser soll
das für sich entscheiden. Er kann sich fürderhin gerne äussern, ob
dies nun ein Epos sei oder nicht, Begründungen anbringen und die ganze
Chose daraufhin mittels einiger textuellen Verrenkungen wieder vom
Tisch fegen. Nun aber flugs zu meiner kleinen Geschichte (ich möchte
hier aber noch kurz anfügen, dass ich momentan tatsächlich ein Teechen
vor mir stehen habe. Dieses ist alles andere als imaginär...nur leider
bald zur Gänze in meinem Rachen verschwunden. Aber das dürfte den
geneigten Leser ja nicht interessieren. Den Kommentierungs-Sermon gebe
ich hier aber nicht wieder, der aufmerksame Leser müsste sich den
Inhalt der betreffend Zeilen noch vergegenwärtigen können. Alle
anderen sind gerne eingeladen, obige Zeilen noch einmal zu
überfliegen.) 
So, meine Geschichte, die wahre, beginnt in einem Tram zu Zürich.
Eines Morgens, wobei man wohl anbetrachts der Uhrzeit hier auch
Vormittag schreiben dürfte, fuhr ich gen Alma mater, sprich die
Cafeteria, nein, ich meine: sprich Universität munter den Hügel
hinauf. Betreffend der Stunde kommt mir an dieser Stelle noch in den
Sinn, dass heute gewisse Uhren an öffentlichen Plätzen in Zürich gar
heitere Kapriolen geschlagen haben. Aber dies sei in jeder
Tageszeitung nachzulesen; überdies passt es auch ganz und gar nicht in
mein Epos hinein. Ich weiss noch nicht einmal, ob es damals Winter-
oder Sommerzeit gewesen war. Ich nehme aber mal an, und der Leser möge
es mir gleichtun, es sei zur Winterzeit gewesen. Bitterkalter Wind
wehte durch die Strassen, auf welchen sich die Passanten mühsam
vorankämpften, um flugs in einem Restaurant eine schöne Tasse Tee
hingeknallt zu kriegen. Auf der Strasse hatte es zudem noch diverse
Strassenbahnen, vulgo Trams, womit ich nach diesem kleinen verbalen
Ausflug auch wieder einmal mehr bei meinem Epos angelangt bin. Also,
ich fahre also nicht Böses ahnend den mir nicht mit Namen bekannten
Hügel hinauf. Getreu der Spurführung biegt das Tram nun also ab, um
die ETH in einer flotten Kurve zu umfahren. Erwähnen muss ich hier
noch, dass auf der Sitzbank vor mir 2 ältere Herren sassen. Ich würde
sie auf etwa 60 Jahre schätzen, aber das genaue Alter tut hier nichts
zu Sache. Vielmehr interessiert uns ihr Mundwerk, denn dieses soll nun
gleich in unser Epos einfliessen. Wie gesagt bog die Strassenbahn
behende um die Ecke, worauf der Herr zur linken seinem Partner ins Ohr
brüllte, so dass ich nicht umhinkam, den Wortlaut ebenfalls
aufzunehmen. Nun, er meinte also, das dies die Universität sei, wo die
Studenten den ganzen Tag nichts anderes täten, als sich in wüsten
Orgien zu ergeben. Als letzthin die Polizei eine Razzia durchgeführt
hätte, habe man im Rektorat etliche Kilo Kokain gefunden, zudem waren
4 Studenten gerade dabei, es sich auf dem Rektorbürotischen zu
besorgen. Weitere Einzelheiten möchte ich sowohl dem Leser als auch
mir ersparen, denn man soll sich nicht an Ferkeleien erfreuen.
Zumindest nicht jetzt.
Als ich dabei war, die Zeile über den zur linken sitzenden Herrn mit
seinem Partner zu schreiben, überlegt ich mir gar ernstlich, ob es
wohl ein Wort wie Strassenbahnsitzbankpartner gäbe. Es wäre dies ein
Wort, welches in dieser kleinen Geschichte so wunderbar zum Kontext
gepasst hätte, dass es so richtig Blumen hätte blühen lassen. Es wäre
so in etwa der letzte Schliff in einem nun vollendeten Diamanten
gewesen. Aber ich schweife ab. Die Geschichte, nennen wir es auch
fürderhin Epos, ist allerdings auch schon wieder zuende. Ich genehmige
mir hiermit noch eine Tasse Tee. Hoffentlich knallt sie mir der Typ
nicht wieder hin.
--
He wants Freedom!
Not Freedom like America..
Freedom like a shopping-cart!

Sponsored by: Nils
Datum: 23.11.2001

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